Sonntag, 3. Januar 2016

Feliz año nuevo!


Hola,

Das ist das Licht, von dem ich spreche.
Man musste sich dabei etwas wünschen.
und frohes neues Jahr. Silvester war hier sehr entspannend! Es kam die Familie meiner Mutter und eine befreundete Familie, darunter eine meiner besten Freundinnen und Klassenkameradin. Das war ziemlich toll, da es dann nicht so langweilig für mich war. Es wurde sehr viel gegessen, sehr viel Fleisch und kurz vor 12 haben dann alle Hüte, Trompeten und noch vieles mehr in die Hände gedrückt bekommen und dann wurde mit dem Radio laut runtergezählt. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0 FELIZ AÑO NUEVO! Hier in Chile gibt es viel mehr Bräuche die um Mitternacht erfüllt werden können/müssen. Ich wollte natürlich so viele wie möglich ausprobieren. Zuerst habe ich einen Löffel Linsen (ich glaube fürGlück) und 12 Trauben gegessen (für Glück in den 12 Monaten), mir wurde ein (ich weiß nicht von welchen Baum das ist) Blatt gegeben, was ich immer in meiner Brieftasche haben muss (damit ich immer genug Geld habe) und anschließend bin ich mit einem Koffer (damit ich viel Reise) und Geld im Schuh (damit ich immer genug Geld habe) bei uns in der gated communitie herumgelaufen. Auch hat jede Familie ein Licht, so wie bei dem Indische Fest, in den Himmel geschickt bis es nicht mehr zu sehen war.
So danach wurden noch ganz viele Fotos gemacht. Um 1:30 bin ich dann mit meiner Freundin und meinem Onkel in den Pool gesprungen. Das war sehr witzig und echt gar nicht so kalt.
Meine Freundin und ich wurden immer müder, da wir auch nicht zu einer Feier gehen durften und haben einfach beschlossen noch einen Horrorfilm zu sehen, bis sie dann so gegen 4/5 gehen musste. Es war alles im allem sehr entspannt und schön. 

Mein Jahr 2015 war einfach unbeschreiblich. Durch mein Auslandsjahr habe ich so viele neue Erfahrungen gesammelt und neue Menschen kennengelernt. Alleine dieses halbe Jahr war eines der besten in meinem kurzen Leben. Ich bin unfassbar dankbar für meine Familie und meine Freunde die mich so sehr dabei unterstützt haben. 

Hier noch ein paar Fotos von Silvester und dem vergangenen Jahr bzw. halbjahr in Chile. Das 2016 mindestens genauso gut wird! 
Silvester
Silvester
Palacio de la Moneda

Buin Zoo



Klassenfahrt - Klassenfoto

Klassenfahrt
Klassenfahrt - Argentinien
Halloween
Weihnachtszug




Adiós,
Malwine



"And then I realized adventures are the best way to learn."

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Weihnachten?!

Hola,

es war Weihnachten! Ja wirklich, bei fast 30 Grad und Pool. In Weihnachtsstimmung kam ich keinesfalls, obwohl wir schon am 1. Dezember anfingen zu schmücken und meine Mama aus Deutschland mir sogar einen Adventskalender geschickt habe, war es nicht das selbe. Es war heiß, man trank keinen heißen  Kakao oder zog sich seine schönen Pullis an, es gab keine Adventskerzen, Nikolaus oder dunkle Filmabende. Es war Sommer! Es ist schon komisch so ein Weihnachten aber auf keinen fall war es doof! Es war sogar sehr spaßig.
Also am 17.12. fuhr ich erstmal nach Valdivia im Süden, um meine Schwester zu besuchen, was sehr schön war und ich habe mich sehr gefreut ihre Freunde kennen zulernen und sie endlich wiederzusehen. Wir sahen den Fischmarkt, die faulen Seelöwen, haben Souvenir shopping gemacht, viel gegessen und uns mit ihren Freunden getroffen, Einen Tag ging es auch nach Niebla an den Strand.  Dort blieb ich bis zum 21. Am 23. ging es dann aber schon wieder nach Pucon, ja auch im Süden 1-2 Stunden von Valdivia. Echt schlechtes Timing. Pucón war toll! Das erste mal nach 20  Jahren, dass die ganze Familie meines Vaters zusammen war. Am 24. sind wir morgens in den Pool und haben dann gegessen, so wie die ganze Zeit. Sehr viel essen. Um 12 Uhr nachts war dann Bescherung. Der Boden war übersäht mir Geschenken. Ich habe mich sehr doll über meine gefreut, da ich nie erwartet hätte etwas von einer meiner Tanten und einem meiner Onkel zu bekommen. Es waren sogar Geschenke meiner Mama aus Deutschland dabei. Alles sehr sehr schön. Aber danach war Weihnachten dann auch schon vorbei. Nicht so wie ich es gewohnt bin dreimal zu feiern, war es hier schon nach einem Abend vorbei. Den nächsten Tag verbrachten wir am Pool und am Nachmittag ging es auf den Vulkan um Schnee zu berühren und den Vollmond zu sehen. Ich bin mit meinen Cousins wirklich fast 2 km gelaufen damit wir Schnee haben. Es war so hammer. Sonne und Pool und Schnee und Kälte innerhalb eines Tages und alles an Weihnachten. Irreal. Die nächsten Tage sahen nicht anders aus, es ging zum Strand, abends mit meinen cousins und meiner Schwester (Halbschwester) Sushi essen, Pool und essen! Am 27. ging es schon zurück. Insgesamt ein schönes Fest.
Valdivia - Fischmarkt

Valdivia - lobos marinos 




Pucón - auf dem Vulkan





Meine cousins 
Adiós,
Malwine


"Weihnachten ist kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage." (Calvin Coolidge)

Samstag, 21. November 2015

Gira - Klassenfahrt

Hola,

Meine Klassenfahrt, die Gira, ist zwar schon lange her aber erzählen muss ich einfach drüber.
Es war eine der coolsten Wochen, die ich je hatte. Los ging's am 14. September am Flughafen. Wir alle kahmen mit unseren roten Pullis, extra für die Klassenfahrt mit all unseren Namen oder eher Spitznamen oder einfach witzigen Ideen einiger Personen, hinten drauf und vorne nur unserer Name oder wie man uns halt wirklich nennt. Es herrschte eine tolle, aufregende Stimmung, denn die Klassenfahrt ist einzigartig. Man macht nur eine in seiner ganzen Schulzeit, die war dafür auch echt sehr sehr teuer und man kann da einfach alles machen was man will. Es ist eine Zeit, die die Klasse sehr zusammenschweißt.
Aufjedenfall ging es los in den kalten Süden. Nach Puerto Varas, Puerto Montt und Bariloche in Argentinien.
Wir haben viele wunderschöne Nationalparks besucht, hatten einen Bus und einen Guide, die ganze Woche vom 14.09-19.09. nur für uns und Hotels, die echt gut waren, zu mindestens das 2.
Unsere reise startete in Puerto Montt, wo wir jediglich den ersten tag verbrachten, denn  unser Hotel war in Puerto Varas. Den ganzen Tag waren wir zusammen, im Bus wurde geschlafen, gequatcht und Musik gehört,  draußen viel gelaufen, Fotos gemacht und gefroren. Nach 3 Tagen ging es nach Bariloche. Über die Argentinische Grenze, natürlich gab es bei mir Probleme und ich wäre fast nicht durch gekommen, einfach weil ich so dumm bin und nicht wusste, dass das eine Blatt diesen bestimmten Stempel hat und das andere nicht, sonst sahen sie aber genau gleich aus. Es war aufjedenfall ein riesen Drama und meine Klasse und ich hatten echt Panik, dass ich in Chile bleiben muss aber letztendlich ist ja alles gut gegangen und die Reise konnte schön weitergehen. Zwischen den Argentinern, die echt sehr sehr kokett sind, manchmal etwas anstrengend.
Einen Tag sind wir in Argentinien in so ein Camp gegangen, wo wir verschiedene Spiele ausfürhten, Spiele im Schlamm, Dreck, Wasser und alles im Team gegen die anderen Klassenfahrten. Wir waren die einzigen Chilenen, weswegen wir uns auch keinen coolen Gruppennamen geben konnten, wir waren einfach Gruppe Chile, aber das hat unseren Länderstolz doch sehr gestärkt, sogar ich fühlte mich sehr chilenisch :D Es war so witzig und man konnte einfach mal echt alles machen was man wollte ohne zu überlegen wie man aussieht.
Ein anderer Abend ist mir auch sehr in Erinnerung geblieben. Ein Abend, in dem wir uns alle in einem Zimmer getroffen hatten, wie sonst auch, aber schnell merkte ich, es war nicht wie sonst auch. An diesen Abend hat jeder mehr oder weniger seine Lebensgeschichte erzählt, dass was einem schwer fällt, was man bis jetzt schlimmes erlebt hat, die Probleme mit der Familie, man hat alles geteilt was man wollte. Wirklich ich habe noch nie so viel an einem Abend geweint. Jede Geschichte hat einen das Herz zerissen und wirklich es gab niemand der nicht wirklich doll weinen musste. Selbst die coolsten Jungen haben ihren Schmerz geteilt. Nach diesem Abend hat man gemerkt wie sich etwas verändert hat, selbst wenn man kaum darüber geredet hat.
Der allerletzte Abend, war dann doch  wieder etwas schöner. Es ging in die Disco, nur für Klassenfahrten und es hat so viel Spaß gemacht. Wir haben die ganze Zeit getanzt und gelacht. Aber die Argentiner wollten echt viel. Fremde Typen kahmen auf dich zu nur um dich zu küssen. Einfach so. Aber wir waren immer in der Gruppe und unsere Jungs waren sehr süß und haben uns Mädels beschützt. :D
Es ist so viel passiert auf der Klassenfahrt und es fühlt sich aber schon so lange her an. So etwas wie diese Woche, so einen zusammenhalt habe ich noch nie erlebt.










Adiós,
Malwine



"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." (Johann Wolfgang von Goethe)


Mittwoch, 18. November 2015

Colegio

Hola,

ich sitze gerade in einem Liegestuhl im Garten, mein Laptop auf den Schoß,Musik spielend, Blick der untergehenden Sonne entgegen,  da dachte ich mir, wie wäre ich es, wenn ich mal etwas über meine Schule erzähle. Einen der wichtigsten Teile meines Auslandsjahres.
Meine Schule ist klein und schön. Ein Kurs pro Jahrgang, mit c.a. 25 Schülern. Jeder kennt jeden und es herrscht eine sehr familiäre Beziehung, auch zu den Lehrern. Seit meinem ersten Tag fühle ich mich hier wohl. Zum Glück habe ich eine Schwester, in meinem Alter, die mit mir im Kurs war (sie ist 3 Wochen nach meiner Ankunft für ein Jahr nach Deutschland gegangen), denn so, hatte ich vom ersten Tag an Leute (ihre Freunde) mit denen ich reden konnte. Ihre Freunde wurden sehr schnell zu meinen Freunden. Mittlerweile einige meiner besten Freunde. Die Schule ist der Ort um Leute kennen zu lernen. In der Schule habe ich alle meine Freunde und einigen kann ich echt alles erzählen. Anfangs viel es mir schwer herauszufinden, wem ich vertrauen kann, wer Freund oder Bekannter ist. Denn schnell wurde ich hier als Ausländerin bekannt. Mittlerweile kenne ich wirklich fast jeden und kann glücklich sein, keine Angst zu haben mal alleine in der Pause sein zu müssen. ;p Alle sind einfach so unfassbar nett und offen und herzlich und liebevoll. Wenn du mal eine Umarmung brauchst, findest du immer jemanden! Mit meiner Klasse bin ich auch sehr sehr eng, vor allem wegen der Klassenfahrt, Anfang meines 2. Monats. Und ich habe auch viele Freunde in der Stufe über mir gefunden. Eine kann ich echt zu meinen allerbesten Freunden nun zählen. Man muss natürlich vorsichtig sein, wann man jemanden zu seinen allerbesten Freunden zählt und nach wie viel Zeit man das sagen kann. Aber nach mittlerweile fast 4 Monaten merkt man das. :D
So viel zu meinen wunderbaren Freunden, die mir jeden Tag zeigen, dass ich niemals alleine sein werde.
Die Lehrer hier sind auch so etwas wie Freunde und man kann mit ihnen über all seine Probleme reden, wenn man will. Sie sind wie deine Eltern, Freunde und Lehrer in einem, was ich wirklich sehr liebe!
Schule ist hier aber wirklich etwas anders. Nicht vom Stoff her, der mir hier manchmal echt schwer fällt, weil ich hier auch ein Semester weiter bin als ich in Deutschland wäre, ich komme nach den Ferien hier nämlich schon in die 12. Klasse, auch von der Atmosphäre. Hier wird in der Pause getanzt, gesungen, Musik oder Fußball über die 2 Stockwerke hinweg gespielt und ständig finden irgendwelche Veranstaltungen statt. Schulkleidung wird hier übrigens auch getragen
Die Benotung ist hier auch sehr anders. Die Noten gehen von 2-7 (7 ist das Beste und 2 das Schlechteste). Eine 6,4 ist dementsprechend eine 1,6. Und bestanden hast du ab einer 4. Aber das Niveau ist sehr hoch. Hast du 10 von 50 falsch  hast du oft schon eine 5 (entspricht einer 3). Alle sind hier sehr ehrgeizig um gut für ihr PSU (Abitur) abzuschneiden, dafür zählen nämlich die Noten der Klasse 9-12. Mein Kurs ist dazu auch noch der Beste der Schule und alle sind sehr gut, weshalb ich mich manchmal echt sehr dumm fühle, aber in Philosophie habe ich eine 7 :D
Ich liebe meine Schule sehr und kann so froh sein auf so einer tollen Schulen mit so wunderbaren Leuten sein zu können.

Ein paar Bilder:
Meine Schule am Nationalfeiertag

Mein Kurs 3 medio

Verabschiedung von 4 medio

Verabschiedung von 4 medio

Adiós,
Malwine



"Freunde sind wie Sterne, du kannst sie nicht immer sehen aber sie sind immer da."

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wochenende 23.10-25.10.

Hola,

Dieses Wochenende war sehr aufregend.
Los ging's am Freitag. Um 9 Uhr wollte mein Betreuer von YFU mit 6 anderen Austausch-Mädels kommen um mit mir und ihnen zusammen ein Tag in Valparaiso und Vina del Mar zu verbringen. Natürlich kahmen sie dann erst um 11:30, aber dann ging es endlich los! 7 Mädchen und unser Betreuer in einem Auto, mit Musik und dieser Internationalen-Austauschschüler-Stimmung, die einen irgendwie immer glücklich macht. Unterwegs haben wir uns dann noch Kekse, Getränke und Süßigkeiten gekauft. Endlich angekommen, ging es erstmal nach Valparaiso, wo wir uns den Hafen und ganz viele Souvenirs anschauten und dann mit so einem Gondel-Aufzug nach oben der Stadt fuhren um einem wunderschönen Blick auf dieses so bunte Valparaiso zu bekommen! Sterbend vor Hunger ging es anschließend mit dem Auto 15 Minuten nach Vina (Valparaiso und Vina liegen direkt nebeneinander) um dort Pizza zu essen. Wir hatten für uns 7, 4 Pizzas bestellt. Wir Austauschschüler nichts ahnend, dass diese Pizzen einfach gigantisch waren. Daher blieb eine Pizza übrig, die wir mitnahmen. 2 Minuten später aber verschenkten wir sie schon wieder an eine Gruppe von 3 Jungen und einem Mädchen (wahrscheinlich Cheerleader), die für uns etwas aufführten. Aber dann ging es endlich an den Strand. Also fast, zuerst haben wir uns den von so Felsen von oben angeschaut, diesmal mit einem schönen Blick auf Vina und den Pazifik *-* Der Strand war wunderschön! Unsere Hosen wurden Plitschnass aber es hat sich gelohnt. Geblieben sind wir bis zum Sonnenuntergang, den ich sehr genossen habe und dann ging es nass und kalt zurück ins Auto.
Durch diesen Tag hatte ich leider den Geburtstag meines Bruder verpasst, der wurde jedoch eh erst einen Tag später so richtig gefeiert, deswegen war es nicht so schlimm. Naja also am nächsten tag war dann auch der Geburtstag meines Onkels und die ganze Familie hat sich bei uns im Haus getroffen um die beiden Geburtstage zu feiern. Den ganzen Tag waren wir zusammen. Es gab Pastel de Choclo und am Abend Fleisch mit Reis. Alles sehr sehr lecker. Die Torte, darf natürlich nicht fehlen genauso wenig die Tradition die dazugehört. Das Geburtstagskind muss in den ganzen Kuchen beißen, aber von hinten schleicht sich immer einer an, der in diesem Moment, den gesamten (oder fast den gesamten) Kopf in den Kuchen stößt. Das macht man hier in ganz Chile und ich finde es sehr witzig. Natürlich war am Sonntag das Familienzusammensein nicht vorbei. Wir trafen uns in dem Haus meines Onkels um alle zusammen Mittag zu essen, bis es dann schließlich wieder nach Hause ging und damit auch etwas ruhiger wurde.


Valparaíso




Vina del mar



Playa


Chau,
Malwine



"Familie ist, wo Leben beginnt und Liebe niemals endet." 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Lange her...

Hola,

lange her, seitdem ich von mir hören lassen haben. Und es ist schon lange her, dass ich hier angekommen bin. Schon mehr als 2 Monate sind vergangen und nun sitze ich hier in meinem neuen Zimmer, in einem neuen Land, einer neuen Sprache und einer neuen Familie und ich bin glücklich! So glücklich! 
Es ist schon so unfassbar viel passiert und die ersten 1 1/2 Monate musste ich ohne Internet zu Hause leben, daher auch keine Einträge.  
Jetzt ist die Frage, wo ich anfangen soll, aber es gibt nun schon keinen richtigen Anfang mehr. Naja also schon der Abflug war der Anfang meines Abenteuers. 22 Stunden die ich ausschließlich am Flughafen oder im Flugzeug verbracht habe. Und diese 22 Stunden waren lang und schlaflos. Aber es war schön alle meiner Vorbereitungstagung, die ebenfalls nach Chile fliegen, wiederzusehen. In Santiago sind wir dann auf die Internationalen gestoßen, die sind jedoch unter uns deutschen etwas untergegangen. (16 deutsche, 2 Österreicher, 2 Schweizer - 20, und 20 internationale - insgesamt 40) Nach dem ersten Snack am Flughafen ging es nach Olmue zur Orientationstagung vor Ort. 3 bunt gestaltete und sehr aufregende Tage. Ich bin immer wieder erstaunt wie gut wir Austauschschüler mit einander klar kommen und wie ungehemmt man schon nach einer halben Stunde mit seinen neu gefundenen Freunden lachen kann. Es war eine wunderschöne Zeit, die viel zu schnell verging.
Ich erinnere mich noch genau an mein Gefühl am Abreisetag. Dieses kribbeln im Bauch. Der Vorhang in Santiago, im Büro von YFU, geht auf, der erste Blick schweift über die Fremden chilenen. Bleibt hängen an meiner Gastfamilie. Mein Bruder stand auf dem Stuhl um besser sehen zu können, meine kleine Mutter versteckt hinter anderen. Mein Dauergrinsen war schwer abzuschalten. So aufgeregt war ich dann, als mein Name aufgerufen wurde, ich aufstand und zu meiner neuen Familie ging. Wie verhält man sich? Ich weiß es immer noch nicht. Eine herzliche Umarmung. Hola! Como estas? ... Vamos! Ab zum Auto. Aufregung!
So ging es dann los. Mein Abenteuer in Chile.
Es folgen definitiv mehr Einträge in der nächsten Woche! Über die Schule und den Nationalfeiertag, die Klassenfahrt und alles wichtige was ich hier schon erlebt habe! Aber der Alltag, der so anders aber so normal jetzt schon ist, hat mich mal wieder eingeholt. Jetzt muss ich erstmal für eine Chemie und Mathearbeit lernen.

Chau,
Malwine



"Träume gehen am schnellsten in Erfüllung wenn man aufwacht." (Walt Disney) 

Freitag, 8. Mai 2015

Gastfamilie *-*

Hola,

ja richtig ich habe meine Gastfamilie! Naja noch nicht so ofiziell von YFU aber vor c.a. einer Woche bekam ich eine E-Mail meines Gastvaters.
Fang ich mal von vorne an. Auch ich muss den Spruch loswerden: Die Gastfamilie kommt dann, wenn man sie am wenigsten erwartet! Ich kam von einer Familienfeier aus meiner Heimatstadt zurück nach hause und öffnete erstmal den Briefkasten, da ich immer auf irgendeinen Brief warte von YFU, auch wenn ich gar nicht weiß auf was hahaha, war mein Gefühl mal wieder dasselbe. Als mal wieder kein Umschlag drin waren sind meine Gedanken weg vom Auslandsjahr geflogen, da ich erstmal was essen und meinen Koffer anstarren musste um zu überlegen, ob ich ihn am selben Abend noch auspacken sollte (natürlich nicht). Am Abend checkte ich dann meine Mails, wie man das halt so macht. Diesmal war es aber nicht so wie immer. Ich fing an diese E-Mail von diesem Fremden zu lesen. Hola fing es an, dann weiter auf Spanisch las ich, dass wir deine Familie in Chile sind. Meine Kinnlade klappte runter ich schrie aufgeregt nach meiner Mutter und war kurz davor zu weinen, so freute ich mich über diese eine Zeile, über diese wenigen Worte. Familie und Chile. In diesem Moment wurde alles so real! Mein Traum "Weltentdeckerin" zu werden ist Wirklichkeit und meine Familie in Chile macht das möglich!
Und wer ist jetzt diese Familie?
Aaaaalso, ich komme in eine kleine Stadt 40km südlich von Santiago de Chile und werde auf eine Private Schule gehen, die scheint relativ groß zu sein. Ich habe die natürlich schon gegoogelt und meine Schuluniform ist aufjedenfall tragbar! :) Ich habe einen Gastvater und eine Gatsmutter, sowie eine studierende Schwester und einen kleinen Gastbruder. Ich habe auch eine Gastschwester in meinem alter, die ist aber zur gleichen Zeit wenn ich in Chile bin, in Deutschland. Sie haben 2 Hunde und einen Kater. Alle sehen super nett aus und sie klingen vom schreiben her auch einfach super! So mega viel haben wir noch nicht geschrieben aber es ist auch echt schwer für mich auf Spanisch zu schreiben. Ich kenne aber ganz liebe Meschen die Spanisch können und mir dann immer sehr helfen und mich davor bewahren so etwas wie "ich bin sehr erregt" zu schreiben (ich bin sehr aufgeregt sollte es eigentlich heißen). Ich bin so gespannt auf sie und seit dieser E-Mail auch einfach nur glücklich!
Für andere mag es vielleicht seltsam klingen, wie sehr man sich über eine E-Mail freuen kann aber es ist nicht nur diese E-Mail, es ist ein ganzes Gefühl, etwas ganz neues, unbeschreibliches, etwas was einen Traum, den man seit Jahren in sich trägt einfach real macht ihn auf gute Art und Weise explodieren lässt.
Es kam für mich einfach so unerwartet, da ich nie gedacht hätte, dass ich meine Gastfamilie so früh bekomme. Das ist einfach der Wahnsinn!

Adiós,
Malwine



"Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie." (Erich Kästner)